Die Schlittschuhlaufende Kuh

Die Schlittschuhlaufende Kuh - DesignBlog

2011 bis 2019

Es ist leichter eine Kuh das Schlittschuhlaufen beizubringen, wie Ärzte dazu bewegt zu bekommen, dem Patienten bittschön zuzuhören.


Im Jahr 2011 war ich in Cochem bei meiner Hausärztin und die meinte direkt, nachdem sie mich in Augenschein genommen hatte, dass ich mit Sicherheit an Morbus Bechterew erkrankt sei. Bei all dem was so vorlag und zu sehen war, schien das so. Bluttest gemacht und wie das eben auch bei Rheuma-Patienten vorkommt, die schwerst erkrankt sind, im Blut ist oftmals nichts zu erkennen. Ist eben so.

Ich wurde dann zum Orthopäden weitergereicht, der sollte sich mal meinen linken Fuß und die Achillessehne anschauen. Machte er und schickte mich dann zum MRT, damit geklärt werden kann, was da los sei.

Die Aufnahmen wurden gemacht und der Bericht natürlich an den Orthopäden in Cochem gereicht, wo ich dann natürlich wieder vorstellig wurde. Der schaute, der las und meinte dann locker zu mir, dass das nicht stimmen könne, was da geschrieben war, denn ich müsste vor Schmerzen laut schreien.

Hm, ich hatte dem werten Herrn direkt beim ersten Kontakt gesagt, dass ich seit 2003 als Schmerzpatient gelte und wir haben gelernt, wie man Schmerzen verteilt, damit umzugehen lernt. Ansonsten wäre man ja nur noch am schreien und kurz vorm Selbstmord.

Auf jeden Fall akzeptierte er nicht was als Diagnose mitgeteilt wurde. Ich habe dann die Praxis verlassen, bin zu meiner Hausärztin und teilte der mit, dass ich mit so einem Arsch wie dem nebenan nichts mehr zu tun haben wolle. Gleichzeitig teilte ich mit, dass ich dann eben mit „kann gar nicht sein“ weiterhin mein Leben gehen würde.

Also laufe ich seit dem Jahr mit einer verletzten Sehne, Ödem und Fersensporn der auf die Sehne drückt herum. Dass das nicht gerade angenehm war und ist, kann sich eventuell so mancher vorstellen.

Wie wir dann im selben Jahr (2011) nach Bad Breisig zogen, wollte mich dann einer an der Sehne operieren, der nächste wollte mit Spritzen arbeiten. OP wurde nicht gemacht und ich lernte wirklich die Schmerzen zu ignorieren oder damit umzugehen. Während des Gehens immer mal das Gefühl zu haben, dass die Sehne reißt, eine geile Sache.

Zeitgleich zeigte sich am rechten Fuß im Bereich Großzehengelenk eine Schwellung und der Schmerz an der Stelle addierte sich zu denen die ich eh schon hatte. Also seit 2003 ständig rechte Schulter im Arsch, dann linkes Bein bzw. Fuß und nun eben rechts der Mist dazu.

2012 wollten die mich dann schon operieren und ich dankte ab. 2017 musste es dann sein, da sich das Gelenk mehr oder weniger verabschiedet hatte.

Während ich also rechts operiert war, hatte ich so meine liebe Mühe mit mit links auf den Beinen zu halten. Jedes Mal das Gefühl, als würde der Fuß in der Mitte durchbrechen, das schlug durch bis zum Kleinhirn.

2018 dann die Szintigrafie, die anzeigte, dass mein gesamter Körper von aktivierter Arthrose durchzogen ist und der Hinweis „das sieht mir in dem Bereich aber sehr nach Morbus Bechterew aus“. Ach echt jetzt? Wollte der Depp in Cochem nicht hören, weil Patienten bei dem heulend auf dem Boden liegen müssen. Herzlichen Dank an den Arzt, der immer noch praktiziert. In Cochem geht das, ist keine Weltstadt.

Natürlich war ich danach bei einem Orthopäden in Wittmund und die neu angestellte Ärztin meinte, nachdem ich eben sagte „das Gefühl als würde der Fuß durchbrechen“ nur „tja, die Szintigrafie zeigt ja Arthrose, was erwarten sie? Für ihre Schulter, da könnte ich ihnen aber eine Behandlung verschreiben, da müssen sie auch nicht soviel zuzahlen!“ Ach, wie auf einem Basar?

Hätte die Dame doch mal geschaut und ein Röntgenbild gemacht, dann hätte man im letzten Jahr schon reagieren können.

So war es dann also, dass ich wirklich bei jedem Gang das Gefühl hatte, als würde mein linker Fuß in der Mitte durchbrechen.

Jetzt habe ich das am 14.02.2019 wieder bei meinem Hausarzt hier in Esens gesagt und der hörte zu, schickte mich zum Röntgen. Tja, und jetzt können wir mal überlegen, was wird, wenn wie rechts auch die Großzehenarthrose ihre Arbeit geleistet hat und dazu dann ein Knorpelschaden am Sprunggelenk zu sehen ist. Dazu noch eine degenerative Veränderung Fußgelenk und fertig ist die Suppe.

Und nein, ich springe immer noch nicht vor Schmerzen durch den Raum. Ich erkläre das immer ganz nüchtern den Ärzten und die schauen nur.

Gut, mein Hausarzt nun nicht, der kümmert sich.

Aber, hätte 2011 der Arzt reagiert, wäre das jetzt nicht so schlimm.


Erst ist man immer zu jung, dann kann etwas nicht sein, dann wird der Bericht nicht gelesen und dann ist es zu spät.

Das zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben.


Und ganz lustig, wenn die Ärzte keinen Bock haben, dann schieben die das auf die Psychosomatische Schiene. Ist einfacher.

Nur, wenn Schäden vorzuweisen sind, sofern man sie dann endlich findet, beißt sich das mit „das bilden sie sich alles nur ein!“


Es graut mir davor, demnächst wieder auf Krücken gehen zu müssen, obwohl ich das eigentlich nicht kann. Arthrose ist überall und links noch Impigment der Schulter.


Und nu liebe Kuh, du darfst, viel Spaß.

Josi 16.02.2019, 03.56| (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Ist doch nicht möglich oder?

Ich schau der Kuh zu!

Was klebt da an ihren Händen Frau Roth?

Erinnern wir uns noch an die Zeit, wo die Bündnisgrünen sich gegen jede Art der Gewalt stellten? Wo es die Gruppe von Menschen war, die mit Demos für eine bessere Welt auf sich aufmerksam machten?

Nicht?

Ist auch schon lange her und spätestens seit 2001, ist es ja sowieso keine Friedenspartei mehr, denn unter Joschka Fischer musste alles anders laufen, weil er es so wollte und seine Gefolgsleute ihm „willenlos“ folgten und nur alles abnickten.

Es gab nach 9/11 die Abstimmung in Rostock, wo die Bündnisgrünen darüber entscheiden mussten, ob sie einem Krieg in Afghanistan zustimmen.

Ich war dabei und ich denke heute immer noch mit Schrecken an die Sitzung zurück. Da waren alle großen der Partei und erklärten, warum wir für einen Krieg stimmen müssten. Zu 90 % klebten die Jünger an den Lippen derer, die den Spruch „uneingeschränkte Solidarität“ gegenüber den USA unter die Delegierten brachten.
Ganz ehrlich, ich habe zu Zeiten von 9/11 immer mal wieder wegen politischer Arbeiten in Berlin sein müssen und habe erlebt, welche Panik verbreitet wurde. Nicht schön, wenn du an einer Botschaft vorbeilaufen musst und auf einmal voll bewaffnete Einheiten aus dem Wagen springen und irgendwas zu sein schien. Die Angst, dass mehr passieren würde oder jetzt ein jeder den Zorn der Taliban zu spüren bekäme, war allgegenwärtig. Ich bin mit Respekt an der Amerikanischen Botschaft vorbei, die damals noch nicht direkt am Brandenburger Tor war. Puh, Maschinengewehr im Anschlag und Blicke, da bin ich erstarrt.

Dann eben kam Rostock und ich hatte einen klaren Auftrag erteilt bekommen, denn mein Kreisverband wollte den Krieg in Afghanistan nicht. Alle? Nein, ein kleines Männlein, welches sich im Kreis immer als Friedensengel verkaufte, der klebte an Joschkas Lippen und wollte zustimmen.

Auf meine Frage, ob er sich denn mal mit den Gründen beschäftigt habe, weswegen es 9/11 überhaupt gegeben habe, konnte er nichts sagen.

Es kam immer nur, dass die Amerikaner uns nach dem 2. Weltkrieg ja hilfreich zur Seite gestanden hätten und man einen Freund nicht im Stich lassen könne. Ach, war das so?

Ich habe Stunde um Stunde das Thema durchgearbeitet, habe mir Informationen besorgt und so manche Nacht um die Ohren geschlagen, damit ich verstand, was und warum das am 11.09.2001 passiert war.

Wir Menschen lernen es nie, wir folgen immer dem, der am lautesten seine Meinung kundtut. Das war schon zu Zeiten von Adolf so. Gezwungen, den Scheiß mitzumachen hat keiner. Gebe irgendwem die Schuld an einer Misere und schon sind die Lemminge da.

So war das dann auch 2001 und ich war erschrocken zu sehen, wie die Führungskräfte der Bündnisgrünen sich auf den Krieg einschworen.

Ich stand dann da und sagte damals schon, dass das ein Fass ohne Boden würde, denn schon die Russen wären mit ihrer „Mission“ das Land zu befrieden (?) gescheitert und jetzt durch die fragwürdige Aktion mit den Twin Towers, würde das den Amerikanern und ihren Verbündeten auch nicht gelingen. Wenn man bedenkt, dass die Geheimdienste mehr wissen, alles wissen, dann darf man sich durchaus fragen, warum angeblich der Angriff auf die Türme unbekannt gewesen sein soll.

Finde einen Anlass und opfere Menschen und lasse dann dem Patriotismus freien Lauf. Untermale das ganze mit düsteren Visionen und schon steht eine Welt gegen ein Land, welches ja dem Grunde nach niemals eine Kriegserklärung an die USA ausgesprochen hat.

Wir sind dazu verdonnert dem Freund zu folgen, denn wir sind die, deren Opas und Omas dafür gesorgt haben, das wir für alle Zeiten verdammt sind. Wir sind ja auch das Land, in dem Atomwaffen lagern, obwohl das laut Atomwaffensperr-Vertrag eigentlich nicht erlaubt ist. Hat Übrigens der Generalsekretär Stoltenberg letztens vergessen, wie er rausposaunte, dass es in Europa keine Atomwaffen geben wird.

Wir bzw. die großen Volksparteien durften nicht gegen den Krieg stimmen, denn das wäre Verrat gewesen. Man sieht ja im Moment, was die Amerikaner (damit ist immer die Regierung gemeint) sich aufregen, dass es die Pipeline geben wird. Wie können wir Deutschen denn bitte mit den bösen Russen einen Vertrag machen? Eben! Der Franzose (auch hier die Regierung) zierte sich ja nur, weil er mit den Amerikanern zusammenarbeitet. Immer mal daran denken, wer die Sieger im Krieg waren und welche Länder daran beteiligt waren uns zu teilen.

Auf jeden Fall war auch Frau Roth voll Feuer und Flamme und appellierte dafür, dass es den Einsatz in Afghanistan geben müsse.

Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2019 und nach 18 Jahren, was hat sich getan? Der Zorn gegen die westliche Welt ist gestiegen und darum auch die Attacken, Anschläge. Wenn sich einer fragt, warum es gerade Frankreich so oft trifft, der schaue, wie die mit den Amerikanern verbunden sind.

Wenn man Frau Roth fragen würde, wie sie das erklären will, dass sie Blut an ihren Händen hat und für den Tod von zig Tausenden verantwortlich ist, was würde sie sagen? Würde sie dann wie oft nun gesehen, einfach los zetern und die Nazi-Keule auspacken?

Wir haben da im Bundestag als Präsidenten und als Vize so manche sitzen, die Nachts eigentlich nicht mehr gut schlafen müssten.

Aus den Taliban ist der IS geworden und auch wenn man uns was anderes erklären will, wieder einmal haben die Amerikaner da interveniert. So ganz still und leise haben sie denen, die sich bereit erklärten, sich für den Kampf gegen die Achse des Bösen zur Verfügung zu stellen, Waffen und mehr verkauft, geschenkt. Es wiederholt sich eine Geschichte, die schon zu 9/11 führte, denn auch da war es so, dass die Amerikaner den Taliban etwas versprochen hatten und dieses Versprechen dann brachen.

Und heute?
Frau Roth wird sehen, dass es in Afghanistan kein bisschen besser geworden ist. Die hoch geschworene Demokratie, funktioniert eben nicht. Liegt eventuell daran, dass selbst in demokratischen Ländern die Demokratie mit Füßen getreten wird.

Und das Schlimmste ist, dass die Bundesregierung in ein Land, welches in Unruhe ist, dann Flüchtlinge zurück schickt. Also Menschen in den sicheren Tod fliegt. Dafür bleiben aber dann die bei uns, von denen bekannt ist, dass sie nur am Sozialsystem interessiert sind.

Wir erinnern uns den zweiten Irak Krieg? Mit Lügen etwas vom Zaun gebrochen, einen Diktator flott aufgehängt und dann gemeint, man könne in einem islamischen Land seinen Willen durchsetzen.

Überheblichkeit war schon immer der größte Feind der Menschheit.

Etliche Familien wurden zerstört und das widerlichste ist, dass die, die dem Staat gedient haben, dann am Boden liegen gelassen werden und um ihre Renten kämpfen müssen, während auch eine Frau Roth sich nun über eine jährlich steigende Diät freuen kann.

Ob ich einen Groll hege?

Natürlich, denn ich finde es unmöglich, wie diese Person sich darstellt. Überheblich, Arrogant und wenn sie dann mit den wenigen Argumenten nicht durchkommt, beschimpft sie jeden als Nazi.

Soweit sind wir schon, dass eine ehemalige Managerin einer mittelmäßigen Band sich in der Politik einmischen darf, obwohl sie keine Ahnung hat.

Wir sollten uns mal durch den Kopf gehen lassen, wer da im Bundestag sitzt. Also im Präsidium. Da ist auch einer, der mit Herrn Dr. Kohl zusammen eine Spendengeschichte vertuscht hat. Da sagt Frau Roth auch nichts. Aber jede andere Partei wird ins Visier genommen.

Es ist leichter einer Kuh das Schlittschuhlaufen beizubringen, wie einer Frau Roth klarzumachen, dass sie sich eigentlich bei den Familien der gefallenen und verletzten Soldaten entschuldigen sollte. Und es wird auch heute kaum mehr jemanden interessieren, was wirklich am 09/11 passierte. Wir werden ja schon wieder getrimmt zu glauben, dass nur der Russe der Böse sei.

Josi 11.02.2019, 23.56| (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Meinungsfreiheit!

Geht doch oder ...

... oder nicht?
Dann schauen wir mal, wann wir hier den ersten extrem ernsten Text texten.

Josi 08.02.2019, 19.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Och Nö

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